Die im Jahr 1847 gebaute Handdruckspritze war damals im alten Spritzenhaus Garfeln (Hörste) stationiert. Pferde zogen diese zur Einsatzstelle und dort wurde die Spritze dann mit reiner Muskelkraft betrieben.

1975 wurde die Spritze im Rahmen der Eingemeindung als Schenkung an die Freiwillige Feuerwehr Salzkotten übergeben. 2009 wurde die Spritze restauriert und in der original Farbe (Preußisch blau und Rekonstruktion des historischen Schriftzuges „Feuerwehr Garfeln“, der unter dem Lack gefunden wurde) in einer Gemeinschaftsaktion zwischen den Feuerwehren Lippstadt-Hörste und Salzkotten wieder hergerichtet.

Die Spritze ist auf Ausstellungen und sonstigen Anlässen der beiden Feuerwehren zu bestaunen.

Zur Historie

Aufgrund der kommunalen Neugliederung Mitte der 1970er Jahre wurde der damalige Amtsfeuerwehrlöschverband Salzkotten-Boke, zu dem unter anderem auch die Orte Rebekke und Hörste gehörten, aufgelöst. Diese beiden Gemeinden wurden im Zuge der Neuordnung der Stadt Lippstadt zugeordnet.

Aus alter Verbundenheit und zur Rettung der historischen Spritze wurde seinerzeit beschlossen, diese vor der Neugliederung als Schenkung an die Feuerwehr Salzkotten zu geben.

Lange Jahre stand die Spritze dann im alten Feuerwehrgerätehaus an der Upsprunger Straße in Salzkotten und wurde hin und wieder bei Veranstaltungen der Feuerwehr dem interessierten Publikum vorgeführt. Der Zahn der Zeit nagte an der Substanz der alten Spritze so dass Überlegungen anliefen, diese zu den Feierlichkeiten anlässlich des 125jährigen Bestehens der Feuerwehr Salzkotten im Jahr 2008 wieder aufzuarbeiten, um das einmalige Stück der Nachwelt zu erhalten.

Das benötigte Holz stellte dankenswerterweise die Firma Holzbau Keuper zur Verfügung. Dieses fiel allerdings durch einen Großbrand den Flammen zum Opfer.

Durch Gespräche mit den Hörster Kameraden während der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 125jährigen Bestehen der Feuerwehr in Salzkotten wurde die Idee zur Restauration konkretisiert, da diese Spritze auf dem 75jährigen Jubiläum der FF Hörste im September 2009 vorgeführt werden sollte. In einem Gemeinschaftsprojekt der Restauration durch die Feuerwehren Hörste und Salzkotten übernahmen die Hörster Kameraden die Wiederherstellung vom Unterbau und die Salzkottener Kameraden besorgten den Aufbau ab der Bodenplatte der Handdruckspritze. Besonders engagierten sich dabei die Kameraden Schreinermeister Franz Schäpermeier aus Hörste, Schreiner Norbert Glahe und Mechaniker Klaus Keuper aus Salzkotten. Unter der roten Lackschicht wurden Reste des originalen Farbanstriches und des geschwungenen Schriftzuges mit der Aufschrift „Gemeinde Garfeln“ entdeckt. Dank der Unterstützung von Malermeister Meinolf Willeke aus Salzkotten wurde dieser Schriftzug wieder nachgebildet und die Spritze mit dem originalen Farbanstrich in preußisch-blau versehen.

Pünktlich zum Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Hörste war die Restaurierung abgeschlossen und die Spritze konnte in einer Übung dem interessierten Publikum vorgeführt werden.