Den größten Standort bildet der Löschzug Salzkotten mit insgesamt sechs Fahrzeugen. Diese Fahrzeuge, insbesondere Drehleiter und Gerätewagen, sind für das gesamte Stadtgebiet zuständig und rücken entsprechend der Alarm- und Ausrückeordnung bei Einsätzen im gesamten Stadtgebiet aus. Hierzu müssen in die Randbereiche bis zu 15 km Anfahrt bewältigt werden.

Der Löschzug Salzkotten zählt 50 aktive Kameraden, 24 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und 16 Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung unter der Leitung von Dominik Drüppel zusammen mit seinen beiden Stellvertretern Sascha Lücken und Sebastian Schaub.

Das Gerätehaus des Löschzuges Salzkotten befindet sich im Eichfeld 25 in Salzkotten. Es wurde 2004 eingeweiht und bietet Platz für sechs Fahrzeuge und ist mit einer zusätzlichen Waschhalle ausgestattet. Das Gerätehaus ist neben der Herberge des Löschzuges Salzkotten auch die zentrale Ausbildungsstätte der Feuerwehr Salzkotten (für die Grundlehrgänge), der örtlichen Einsatzleitung (bei großräumigen Schadensfällen, wie z.B. Unwetterlagen) sowie der Jugendfeuerwehr des gesamten Stadtgebietes.

ELW 1,5 (Florian Salzkotten 1 ELW1)

Dieser aus einem ehemaligen Rettungswagen (RTW) durch eine Spezialfirma umgebauter ELW dient der Feuerwehr bei großen Einsatzlagen als mobile Einsatzleitung vor Ort.

Das Fahrzeug ist mit zwei vollwertigen Arbeitsplätzen (Telefon, Internet, Sprechfunk analog und digital) und einem Besprechungsraum im Heck ausgestattet. Ein teleskopierbarer Funkmast mit Antennen verbessert die Kommunikation zur Leitstelle des Kreises. Für die Aufrechterhaltung der Stromversorgung dieses Fahrzeuges gehört zu der Beladung auch ein Stromerzeuger.

Fahrzeughersteller:                           Mercedes Benz
Baujahr:                                                2000 als RTW / umgebaut zum ELW im Jahr 2011
Bezeichnung:                                      Sprinter mit Kastenaufbau
Motor:                                                  312 D (Diesel)
KW/PS:                                                90 KW (122 PS)
Gesamtgewicht:                                  3.800 kg
Getriebe:                                              Automatik
Antrieb:                                                Straße
Besatzung:                                            4

2 vollwertige Arbeitsplätze mit Funk, Telefon, Internet, Handsprechfunkgeräte und Mobiltelefone für die Einsatz – Abschnittsleiter, Besprechungsraum mit Lagekarten und großem Display, Stromgenerator 1,8 KW, Magnettafel zur Lagedarstellung in den Einsätzen, Ausfahrbarer Funkmast mit Antennen für analogen und digitalen Funk, Windmesser und roter Rundumkennleuchte, Feuerwehrpläne, Kartenmaterial

HLF 20/16 (Florian Salzkotten 1 HLF20 1)

Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge gehören zu den vielfältigsten Fahrzeugen in der Feuerwehr. Die Beladung ist für die Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung geeignet. Somit sind diese Fahrzeuge für alle denkbaren Einsatzsituationen wie Verkehrsunfälle, Gefahrguteinsätze, technische Hilfeleistungseinsätze und natürlich herkömmliche Brandeinsätze gerüstet. Die Bezeichnung 20 bezieht sich auf die Förderleistung der fest eingebauten Feuerlöschkreiselpumpe. In diesem Fall fördert die Pumpe 2.000 l Wasser in der Minute bei einem Standarddruck von 10 bar.

Fahrzeughersteller:                           M.A.N.
Baujahr:                                               2010
Bezeichnung:                                      TGM 13.290 4×4
Motor:                                                  M.A.N.  6 -Zylinder -Reihenmotor, 6871 ccm mit zweistufiger Turboaufladung und Ladeluftkühlung
KW/PS:                                                213 / 290
Gesamtgewicht:                                  15.000 kg
Getriebe:                                              automatisiertes Schaltgetriebe
Antrieb:                                                Straße / Allrad
Hersteller Feuerwehraufbau:          Fa. Schlingmann, Dissen
Besatzung:                                           Löschgruppe (9)
Feuerlöschkreiselpumpe:                 FPN 10-2000 (2.000 l Wasser pro Minute bei 10 bar Druck)
Löschwassertank:                               2400 l
Schaummitteltank:                            120 l

DLK 23/12 (Florian Salzkotten 1 DLK23)

Die Drehleiter wird vorrangig zur Rettung von Menschen, zur Durchführung technischer Hilfeleistungen und zur Brandbekämpfung eingesetzt.

Der Leiterpark hat eine Rettungshöhe von 30 Meter und ist im vorderen Leiterteil mit einem Gelenkarm ausgestattet, welcher abknickbar ist und noch einmal zusätzlich hydraulisch ausgefahren werden kann (teleskopierbar). Dadurch wird das Überwinden von Mauern, Zäunen, Dachfirste und sonstigen Hindernissen erleichtert und der einsatztaktische Wert durch Eintauchen in Container, Silos, Schächte usw. gesteigert.

Der Leiterpark wird gesteuert von einem ausgebildeten Drehleitermaschinisten vom Hauptsteuerstand am Fuß der Leiter, ist aber auch wahlweise über einen Steuerstand im Rettungskorb möglich.

Fahrzeughersteller:            Iveco Magirus
Baujahr:                                2011
Bezeichnung:                       Iveco Magirus Fire Fighting Straßenfahrgestell Typ FF 160E30
Motor:                                  Dieselmotor 6 Zylinder
KW/PS:                                 220 KW (299 PS)
Zul. Gesamtgewicht:           16.000 kg
Getriebe:                              Automatikgetriebe
Antrieb:                                Straße
Besatzung:                            Trupp (3)

Zu dieser Beladung gehört aber u.a. ein Druckschlauch, der länger (35 m) als die handelsüblichen Druckschläuche (20 m) ausfällt, da der Schlauch auf dem Leiterpark hochgeführt wird und sich sonst die Kupplungen der Schläuche beim ein- oder ausfahren der Leiter zwischen den Sprossen verhaken würden. Dieser Schlauch versorgt bei der Brandbekämpfung über den ausgefahrenen Leiterpark (Beispiel: Dachstuhlbrand) ein sogenanntes Wenderohr (Wasserwerfer) am Rettungskorb mit Wasser.

Ein Rettungskorb ist permanent an der Leiterspitze angebracht und fährt während des Abstützvorganges des Fahrgestelles automatisch in Arbeitsstellung. Die Grundfläche ist für 3 Personen und einer Belastung von 300 kg ausgelegt. Zwei Multi-Funktions-Säulen (links und rechts am Korb)  dienen wahlweise zur Aufnahme der schwenkbaren Krankentragenlagerung, eines Wendestrahlrohres, Flutlichtscheinwerfer oder einer Vorrichtung zum abseilen. Der Rettungskorb kann auch aus einsatztaktischen Gründen demontiert werden.

Auszug aus der weiteren Beladung: Krankentragenlagerung, Schornsteinfegerwerkzeug, Feuerlöscher, Motorkettensäge und Zubehör, Werkzeug, Auffahrbohlen, Schläuche, Verteiler, Strahlrohre, 2 Atemschutzgeräte

HLF 20/16 (Florian Salzkotten 1 HLF20 2)

Der Löschzug Salzkotten verfügt über zwei Fahrzeuge dieses Typs. Sie stammen vom gleichen Fahrgestell- und Feuerwehraufbauhersteller und sind ähnlich konzipiert und ausgerüstet, um an den Einsatzstellen unabhängig voneinander bei der Brandbekämpfung und den Hilfeleistungseinsätzen eingesetzt werden zu können. Dieses Fahrzeug wurde im Jahr 2013 beschafft.

Abweichend von dem HLF 20_1 ist das HLF 20_2 u.a. folgend ausgestattet:

Kleinerer Löschwassertank (2.000 l)
Automatische Seilwinde (Typ Rotzler) 5.000 kg
Statt einer 4 teiligen Steckleiter sind zwei Multifunktionsleitern auf dem Dach verlastet
Schnellangriffseinrichtung mit Schlauchtragekorb statt fest eingebaut
Wasserstrahlpumpe, Kanalabsaugdüse,
4 Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum
Rettungsplattform für Rettungen aus LKW, Bus oder Bahn
Hebekissensatz 913kN – 8bar, Druckluftflasche für Hebekissen,
2x Hydraulikheber 10t („Büffelwinde“)
Mehrzweckzug MZ16 inkl. Zubehör, Kantenreiter, Umlenkrolle, Schäkel, Bandschlingen, Stahlseile,
2x Streuwagen, Ölbindemittel

Gerätewagen (Florian Salzkotten 1 GW-L2)

Der Gerätewagen ist ein Fahrzeug zum Transport von Material, das zum Bewältigen verschiedener Einsatzlagen benötigt wird. Dieses Fahrzeug rückt in der Regel bei den Einsätzen nicht im ersten Abmarsch mit aus, sondern wird bei Bedarf entsprechend nachgeführt.

Der Aufbau besteht aus einer Ladefläche mit festem Koffer und einer Ladebordwand, deren Mindestnutzlast 1.500 Kilogramm beträgt. Auf der Ladefläche sind Rollcontainer und Gitterboxen verlastet, mit denen Material und größere Ausrüstungsgegenstände transportiert werden.

Dieses Fahrzeug wurde als Gebrauchtfahrzeug erworben und durch eine Firma, die sich auf Um- und Neuaufbauten von Feuerwehrfahrzeugen spezialisiert hat, auf die einsatzspezifischen Anforderungen der Feuerwehr in Salzkotten zugeschnitten.

Fahrzeughersteller:                           M.A.N.
Baujahr:                                               2006 / umgebaut zum Gerätewagen im Jahr 2013
Bezeichnung:                                      TGL 12.180
Motor:                                                  4 -Zylinder – Diesel – Reihenmotor, 4580 ccm
KW/PS:                                                132 / 180
Gesamtgewicht:                                  12.000 kg
Getriebe:                                              automatisiertes Schaltgetriebe
Antrieb:                                                Straße
Besatzung:                                           Trupp (3)

2x Schlauchwagen mit 250m B-Schlauch, Feuerlöschkreiselpumpe inkl. Zubehör(4x A-Saugschlauch, Abgasrohr, Kupplungsschlüssel, Saugkorb), Kanaldichtkissen, Ölsperren für Gewässer incl. Zubehör und Gewichte, div. Werkzeug, Motorkettensäge mit Ersatzzubehör, Stativ mit Lichtbrücke, Stromverteiler und Stromkabeltrommel, Schachtabdeckungen, Wolldecken, Rollwagen mit Ölbindemittel und Streuwagen. Durch zusätzlich gelagerte Rollcontainer mit Ausrüstung im Feuerwehrgerätehaus kann die Beladung entsprechend der Einsatzlage variieren, sehr schnell ausgetauscht und zu den Einsatzstellen gebracht werden.

MTF (Florian Salzkotten 1 MTF)

Dieses Fahrzeug wird  vorrangig für den Transport von Mannschaften und deren Ausrüstung eingesetzt. Es wird aber auch für Versorgungsfahrten und Fahrten zu Lehrgängen verwendet. Bei größeren Einsatzlagen kann dieses Fahrzeug aufgrund der Ausstattung mit Funk und Telefon auch als unterstützendes Fahrzeug der Einsatzleitung eingesetzt werden.

Fahrzeughersteller:                           Volkswagen
Baujahr:                                               2000
Bezeichnung:                                      T4 langer Radstand
Motor:                                                  Diesel 2,5 l TDI
KW/PS:                                                65 KW / 88 PS
Gesamtgewicht:                                  2.800 kg
Getriebe:                                              5 Gang Schaltung, manuell
Antrieb:                                                Straße
Besatzung:                                           8
Ausstattung:                                        Funk, Tisch, Telefon, Anhängerkupplung

Anhänger

Materialtransporte aller Art  und Versorgung mit Nachschub an den Einsatzstellen.

Sirenen-Lautsprecher-Einachsanhänger SLEA 62

Baujahr: 1965

Ein 2-Takt Motor treibt einen Generator an, der Strom für den Betrieb einer aufgesetzten Sirene oder auch für Lautsprecherdurchsagen erzeugt. Der Anhänger war für den so genannten Spannungsfall vorgesehen, so dass bei Totalstromausfall das Warnsystem für die Bevölkerung mit Sirene oder Durchsagen aufrecht erhalten werden konnte.

Historische Handdruckspritze

Die im Jahr 1847 gebaute Handdruckspritze war damals im alten Spritzenhaus Garfeln (Hörste) stationiert. Pferde zogen diese zur Einsatzstelle und dort wurde die Spritze dann mit reiner Muskelkraft betrieben.

Hier gibt es mehr Informationen